Ratgeber: Handy für KinderRatgeber: Handy für Kinder

Ratgeber KinderhandyEin Mobiltelefon ist heute für Kinder zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Neun von zehn Teenagern besitzen nach repräsentativen Zahlen des Verbandes Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) ein eigenes Handy. Kinder und Jugendliche gehen aber nicht nur anders als Erwachsene mit ihren Mobiltelefon um, auch die Eltern stehen vor der Herausforderung, ein geeignetes Modell für ihren Nachwuchs finden zu müssen.

Funktionen

Um eine Entscheidung treffen zu können, sollten Eltern zunächst verstehen, welche Bedeutung und Funktion ein Handy für Kinder und Jugendliche hat. Laut Ergebnis der BITKOM-Studie (Mehrfachantworten waren möglich) sind die beliebtesten Funktionen auf dem Mobiltelefon Telefonieren (97 Prozent) und das SMS-Versenden (89 Prozent). überraschend: Funktionen wie E-Mail (fünf Prozent), Apps (acht Prozent) und Internetsurfen (elf Prozent) sind eher unbedeutend. Wichtiger ist Multimediafähigkeit für ein passendes Handy. Kinder und Jugendliche lieben es, Fotos und Filme zu machen (74 Prozent), Musik und Radio zu hören (68 Prozent) oder die Weckfunktion (60 Prozent) zu nutzen. Ein Handy für Kinder muss also andere Schwerpunkte abdecken als ein Mobiltelefon für Erwachsene.

Handy für KinderHandy, Kinder, Jugendliche - Eltern fällt es manchmal schwer zu verstehen, wie dieses Beziehungsgeflecht aussieht und welche Anforderungen ein Handy für Kinder erfüllen sollte. Daher der Tipp: Im Prinzip ist es wichtig, ein passendes Handy für Kinder, einen optimal geeigneten Tarif und eine Kostenkontrolle zu wählen. In der Praxis helfen ein Kinderhandy-Vergleich und ein Prepaid-Vergleich, diese Punkte zu klären. Je nach Ansprüchen des Kindes und Spielraum der Eltern kann das Handy für Kinder dann mit mehr oder weniger Funktionen bzw. mit restriktiveren Tarifen ausgewählt werden. Dabei gilt jedoch die Faustregel, die Ausstattung dem Alter anzupassen: Kinder benötigen nur wenige Funktionen bei ihrem Handy. Jugendliche haben einen anderen Bedarf und Wunsch an den Funktionsumfang.

Handy für Kinder / Handy für Jugendliche

Viele und zum Teil unnütze Funktionen überfordern jüngere Kinder schnell. Eine klare Menüstruktur und ein "cooles Design" sind aber sehr angesagt. Verschiedene Hersteller bieten ein solches auf das Wesentliche reduzierte, aber zum Beispiel mit Notruftaste ausgestattetes Handy. Jugendliche werde sich dagegen nicht mit einem Handy für Kinder anfreunden. Für sie ist ein normales Mobiltelefon oder ein Smartphone eine gute Wahl. Der Funktionsumfang eines Handys sollte dabei den bestmöglichen Kompromiss zwischen Wunsch der Jugendlichen und erzieherischen Notwendigkeiten widerspiegeln.

Spezialtarife oder Prepaid als Kostenkontrolle

Ein Handy für Kinder bedarf eines guten Tarifs. Einige Netzbetreiber bieten spezielle Handytarife für Kinder, bei denen Sonderrufnummern gesperrt sind und Anrufe bei den Eltern kostenlos sind. Eine gute Alternative für ältere Kinder und speziell für Jugendliche sind Prepaidtarife. Dabei können sie von ihrem Taschengeld ein Guthaben erwerben, das sie aufbrauchen. So sind nicht nur ungewollt hohe Rechnungen ausgeschlossen, sondern das Handy ist für Kinder und Jugendliche ein Mittel, um den Umgang mit Geld zu lernen. Generell ist es zusätzlich ratsam, teure Sonderrufnummern sperren zu können. Ebenso ist der Umgang mit dem Handy entscheidend. Kinder und Jugendliche sind nicht alle gleich. Der eine sendet viele SMS und der nächste telefoniert mehr. Anhand des Nutzerverhaltens sollten auch die Tarife gewählt werden. Denn ein Handy für Kinder ist dann besonders gut, wenn Mobiltelefon und Tarif optimal zum Kind bzw. Jugendlichen passen.

Elternverhalten

Eltern sollten ihren Kindern gegenüber ein Vorbild sein. Wie soll ich meinem Kind mit 11 Jahren sagen, dass fünf Stunden wöchentlicher Medienkonsum genug ist, wenn ich selbst vielleicht beim Essen oder beim Autofahren an der Ampel Mails checke oder den Messenger bediene? Kinder brauchen gesetzte Grenzen, so sollte das Smartphone abends abgegeben werden und in jedem Fall sollte es je nach Alter eine zeitliche Begrenzung bei der Nutzung geben.